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Betrugserkennung 2026 - Die Trends in Thesen
Teil 1: Wie werden Dokumente gefälscht?

Bilder sind allgegenwärtig. Aber welche sind echt? Wir bei ICO-LUX GmbH beschäftigen uns mit bildbasiertem Versicherungsbetrug. Ob gekaufte und bildbearbeitete Vorlagen oder KI-generierte Rechnungen – die Möglichkeiten, heute Dokumente zu fälschen und sich damit zum Beispiel durch eine private Kranken- oder Zusatzversicherung (PKV) Geld zu ergaunern, sind vielfältig. Die Schäden reichen allein in Deutschland jedes Jahr in die Milliarden. Und die Kosten des Betrugs? Werden in den Kosten des Produkts versteckt. Zeit, eine neue Artikelserie zu Betrug und Betrugserkennung zu starten und uns den Entwicklungen in den nächsten Wochen in Form von vier Themen mit jeweils zehn knackigen Thesen widmen.
Thema Nummer eins: 

Wie gehen Täter und Täterinnen bei der Dokumentfälschung vor?
 

1. Steigende Automatisierung und Dunkelverarbeitung in Versicherungen begünstigen Betrugsversuche, denn die Mehrzahl der Dokumente wird heute ohne menschliche Beteiligung verarbeitet.

2. Self-Service-Portale und digitale Antragstrecken senken die Hemmschwelle zum Betrug – alles lässt sich online einreichen.

3. Die Täterseite professionalisiert und vernetzt sich: Anleitungen und Templates werden systematisch in Fakeshops gehandelt, kosten nur ein paar Dollar oder Bitcoin und sind – anders als das, was eine rein generative AI bisher so auswirft – täuschend echt.

4. Trotzdem: Auch Bildbearbeitungstools und KI-Bildgeneratoren sind für jeden zugänglich – da sie auf optimale Usability setzen, wird es immer leichter, sie zu benutzen. 

Und weiter?


5. Gerade im Bereich der PKV zeigt sich, dass das Täterprofiling schwierig ist. Denn auch gut situierte Berufsgruppen sind involviert: Lehrer, Beamte, Unternehmerinnen und sogar hochrangige katholische Kirchenvertreter wurden schon erwischt. Der Schaden ist nicht selten sechsstellig (!) und die Betrugshistorie langwierig, ehe sie ohne gute Betrugserkennungssoftware entdeckt wird.

6. Besonders häufiger Modus operandi: „Anpassung“ von Rechnungsdaten, Empfängern, Beträgen oder ganzen Dokumenten durch digitale Manipulation in PDFs, JPEGs, PSD-Dateien.

7. Die gefälschte Rechnung wird dann erneut auf Papier ausgedruckt und fotografiert. Diese Fotos sind dabei oft bewusst eher schlecht gemacht: schräger Bildwinkel, Schattenwurf – eine echte Herausforderung für die Analyse!

8. Da das Betrugsaufkommen steigt und digitale Verfahren Betrug zunehmend leichter machen, ist schnelles Handeln vonseiten der Versicherungen und Banken gefragt.

Was bedeutet das zusammenfassend?
 

9. Die Automatisierung von Antragstrecken darf nicht ohne Automatisierung der Betrugsprüfung gedacht werden.

10. Durch eine Prüfung, die wie bei ICO-LUX GmbH Computer Vision und modernste, KI-basierte Dokumentforensik mit einer engagierten Betrugsabteilung verbindet, lassen sich Indizien in Echtzeit erkennen und Auszahlungen an Betrügende verhindern.


Bildquelle: Mockup von Freepik, Screenshot des Fakeshops und Montage von ICO-LUX