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Sommerserie ICO.Link, Teil 1: 

Kryptographie oder: Was haben das antike Griechenland und unser Produkt ICO.Link gemeinsam?

Nachdem wir zuletzt Einblicke ins Team gaben, wollen wir nun wieder mehr Tech-Content veröffentlichen, denn hochkarätige Programmierfähigkeiten, und der Hang dazu, Lösungen für bisher ungelöste Probleme zu entwickeln, sind unsere Kernkompetenz bei ICO-LUX.

Unser Produkt ICO.Link zeichnet aus, dass Daten wirksam technisch anonymisiert werden. So können sie für bestimmte Fragestellungen etwa unter Versicherungen abgeglichen werden – etwas, das datenschutzrechtlich bisher nicht erlaubt war, selbst wenn es einen Straftatverdacht wie Betrug gab.

Wir nutzen heute modernste Kryptographie. Das Wechselspiel aus `Informationen schützen´ und `Informationen austauschen´, ist allerdings so alt wie das Leben auf dem Planeten. Keine Sorge, wir gehen nicht zu den Ursprüngen der Evolution zurück, wohl aber 2500 Jahre: Denn „Kryptographie“ ist altgriechischer Herkunft. Es bedeutet: Geheimschrift. 

Herodot, der berühmte Historiograph, beschreibt wie die Spartaner im 5. Jhd v.Chr. Botschaften auf Wachstafeln versteckten: Nur Eingeweihte wussten, wie sich die Nachricht unter der Nachricht durch Abschmelzen freilegen ließ. Clever, ja. Kryptographie? Nein.

Oft wird bei Herodot auch die Beschreibung eines Verschlüsselungs-Faszinosums namens Skytale – altgriechisch für Stock – vermutet. Doch davon berichtete erst Plutarch - um 110 n. Chr.

Ihm zufolge hat Kryptographie im Krieg zwischen Persien und Sparta eine entscheidende Rolle gespielt: Sparta war unterlegen, Eroberung drohte. In dieser heiklen Lage entstand, was Marketingmenschen heute "informationstechnologische Innovation“ oder „bahnbrechende, mobile Transportverschlüsselung“ nennen würden. Was brauchte Sparta dafür? 
✅ Pergament & Schreibwerkzeug
✅ Leder & Prägewerkzeug
✅ 2 identische Rundstäbe
✅ gute Reiter
✅ flinke Pferde

Was wurde wie übermittelt? Am Absendeort wurde etwas auf ein Band geschrieben, das um einen Stab gewickelt war. Die Nachricht ergab nur längs gelesen Sinn. Ohne Stab, nur auf dem Band betrachtet oder als Gürtel am Körper der Boten getragen, war der Zeichenhaufen allenfalls dekorativ. Wer aber eingeweiht war und einen passenden Stock besaß, konnte die Nachricht entschlüsseln. Geniale Skytale!

Heute koexistieren viele kryptographische Verfahren – Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität aber bleiben die zentralen Prinzipien der Kryptologie. Am bekanntesten ist vielleicht verschlüsstes Messaging, je nach Anbieter in unterschiedlicher Intensität betrieben. Durch asymmetrische Verschlüsselung können Nachrichten nur gelesen werden, wenn Sende- und Empfangs-Schlüssel – wenn Absender- und Empfängerstock – zueinander passen.

Bei ICO.Link arbeiten wir mit Hashing-Technologien. Wie das genau geht, und ob es überhaupt Stock und Band gibt, das erklären wir im nächsten Beitrag.

Bild: Von ICO-LUX mithilfe von Leonardo.ai gepromptetes, KI-erzeugtes Bild einer Skytale (keine historisch valide bildliche Darstellung)