Wer hat Angst vor Innovationen?
In Teil 3 unserer Serie rund um das Thema Kryptographie und unsere Lösung ICO.Link geht's um Datenschutz:
Wer in der Antike verschlüsselte Botschaften transportierte, kämpfte mit Feinden, Hunger und Durst. Wer heute innovative Hashing-Software entwickelt, kämpft mit Datenschutzhürden, die einem 3.000km-Hindernis-Lauf nach Marathon gleichen.
Chronik einer Datenschutz-Odyssee gefällig?
- Wir schreiben das Jahr 2020: Der Idee und den fachlichen Skizzen für eine quantensicher verschlüsselte Datenabgleichsplattform namens ICO.Link folgen sogleich Gespräche mit Versicherungen zum Thema Datenschutz.
- 2021 kommt das erste – positive - Gutachten einer unabhängigen Kanzlei. Die Suche nach Pilot-Teilnehmenden beginnt.
- 2022, wir feilen bereits an Verträgen, ziehen sich Teilnehmende plötzlich zurück: Datenschutzbedenken! Trotz eines weiteren Gutachtens...
- 2023 kommt ein drittes Gutachten. Und ein Viertes. Tenor stets: ICO.Link ist DSGVO-konform, stellt sogar eine echte Datenschutzinnovation dar. Viele sind fachlich begeistert. Aber der Datenschutz hängt über allem wie ein Damoklesschwert.
- Ebenfalls noch 2023 führen wir den ersten Piloten durch. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich, aber die Aussagekraft ist begrenzt, denn aus „Datenschutzgründen“ dürfen wir nur eine abgespeckte Variante umsetzen.
- 2024 kommen ein fünftes und ein sechstes Gutachten. Zudem setzen wir ein neues Pilotprojekt in der Rechtschutz-Sparte auf. Sind deren Datenschutz-Abteilungen mutiger? Sie zögern noch, diese Frage zu beantworten...
- 2025 wird der Landesdatenschutzbeauftragte in Thüringen konsultiert. Er meldet sich schnell – und auch er bescheidet ICO.Link durchweg positiv.
Mittlerweile ist Spätsommer 2025: Arbeitsstunden im sechsstelligen Bereich, zehntausende Gutachten-Euros, hunderte E-Mails und Briefe, epische Telefon- und Videocall-Sessions später sagen uns alle externen Expert*innen:
- ICO.Link ist datenschutzkonform!
- Schützt vor Betrug!
- Löst Probleme, mit denen sich die Branche seit Jahrzehnten herumschlägt!
- Pilotteilnehmenden kann datenschutzrechtlich dank der lückenlosen Dokumentation nichts geschehen!
Fachlich sind die Bedenken also nicht zu begründen. Sind sie psychologischer, verhinderungskultureller Natur? Wird beim Thema Datenschutz und Innovation so gezögert, wie es griechische Sagen von Akrisios, Ödipus oder Paris schildern? In der Mythologie schlägt das Schicksal jeweils drastisch zu, bestraft die Zaudernden. Und in der Realität? Reiben sich Betrügende, denen man durch ICO.Link längst auf die Spur hätte kommen können, weiter ihre diebischen Hände.
Wir atmen an dieser Stelle kurz durch. Wir werden weiterrennen, versprochen. Aber für den Moment wüssten wir gern: Womit sind zögernde Zielgruppen zu überzeugen, wenn
- fundierte, unabhängige Gutachten
- enorme Einsparpotenziale
- ethische Aspekte
es nicht schaffen?
Mit dem Horrorszenarium, dass Milliarden an Betrügende gehen?
Bild: Prompting by ICO-LUX in Leonardo.ai